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Ladestationen

Tesla bekommt CCS – Eine Analyse

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Tesla bekommt CCS – Eine Analyse

In unserem Video mit dem Tesla Model 3 haben haben wir es bereits vermutet, nun ist es fix: das Tesla Model 3 bekommt einen CCS Ladeanschluss! Verbirgt sich unter der Klappe der US-Modelle der typische Tesla-Ladeanschluss verbirgt, wird in Europa dort der CCS Anschluss Platz finden!

Tesla CCS Anschluss an Model 3 rot

Adapter für Model S und Model X

Aber auch Fahrer eines Model S und Model X dürfen sich freuen. Sie erhalten durch einen neuen Adapter Zugang zu den CCS Ladestationen. Der Adapter wird voraussichtlich um die 500 Euro kosten. Dies ist er aber definitiv wert, wenn man dadurch sämtliche Schnelllader in Europa nutzen kann. 

Supercharger von Tesla werden mit CCS nachgerüstet

Damit das Model 3 auch das bestehende Supercharger Netzwerk von Tesla nutzen kann, werden diese mit einem CCS-Stecker nachgerüstet. An jedem Supercharger wird somit künftig zusätzlich zum Kabel mit Tesla-Stecker auch ein weiteres Kabel mit CCS-Stecker hängen. Und das sieht durchaus ansprechend aus:

Tesla-Model-3-am CCS Supercharger Ladeanschluss an rotem Elektroauto

Gratis Superchargen für alle E-Autos?

Tesla bekommt CCS-Stecker an die Supercharger, bedeutet das nun, dass man mit einem beliebigen Elektroauto mit CCS ohne weiteres an jedem Supercharger laden kann? Wir werden sehen.

Jeder Supercharger kommuniziert ja mit dem jeweiligen Tesla-Fahrzeug, und erkennt ob er die Berechtigung hat, gratis zu laden, oder sich im Bezahlmodell befindet. Kommt keine Kommunikation zum Fahrzeug zustande, weil es eben ein anderes Fabrikat ist, hat man ein Problem.

Somit könnte das Supercharger-Netzwerk Tesla-Fahrern vorbehalten bleiben. Gut, diese wird es freuen, denn so werden die Stalls nicht überfrequentiert.

Supercharger Ladepark in Kettleman City

Dazu kommt, dass nur wenige Fahrzeuge über mehr als 50 kW Ladeleistung verfügen, und somit unnötig lange die schnellen 140 kW Supercharger zuparken würden. 

Technisch gäbe es wohl Lösungen. Eventuell indem man sich bei Tesla anmeldet und einen RFID-Chip zum Freischalten des Superchargers bekommt?

Gratis wäre das Laden am Tesla-Charger aber definitiv nicht, gut möglich, dass dann aus finanzieller Sicht ohnehin andere CCS-Lader interessanter sind.

Supercharger Netzwerk wächst weiter rasant

Alle 10 Sekunden wurde im Sommer europaweit eine Supercharger-Ladung gestartet. Frequenz steigend. Und das obwohl diese Lader derzeit nur von den recht hochpreisigen, und damit seltenen Modellen S & X genutzt werden. 

Kommt dann Anfang 2019 noch das Volumenmodell Tesla Model 3 nach Europa, geht es erst richtig los. Die Notwendigkeit, weiter in das eigene Supercharger-Netz zu investieren, ist für Tesla klar.

supercharger map karte stand 2019

Aktueller Ausbaustand Supercharger Ende 2018

 

Bereits jetzt kommen jedes Monat 8 Supercharger-Stationen dazu, bald noch mehr. Drew Bennett, der bei Tesla für den weltweiten Ausbau der Ladeinfrastruktur verantwortlich ist, sagt: „Wir möchten Infrastruktur errichten, bevor der Nutzer sie benötigt. Es ist unser erklärtes Ziel, immer dem Bedarf voraus zu sein.“

In die gleiche Kerbe schlägt auch Tesla-Chef Elon Musk mit seinen neuesten Tweets, in denen er ankündigt, die Supercharger-Kapazität bis Ende 2019 zu verdoppeln. Außerdem wird wohl bald die dritte Version an Supercharger-Säulen ausgeliefert, die noch schnelleres Laden als bisher ermöglichen soll:

Mit dem Tesla überall laden

Bedarf an Ladestationen wird auf jeden Fall gegeben sein, wenn in der ersten Jahreshälfte 2019 das Tesla Model 3 in Europa aufschlägt. Und somit war der Schritt mehr als logisch. Tesla bekommt CCS, und mit einem Schlag stehen Tesla-Fahrern tausende zusätzliche Schnelllader zur Verfügung. Die meisten zwar mit nur 50 kW, aber das soll sich ja ändern. 


Hier können Tesla-Fahrer künftig laden:
  • 400 Supercharger-Standorte mit 3.200 Ladepunkten
  • 5.502 CCS Schnellladepunkte
  • 55.000 Typ 2 Ladepunkte

Wie ihr seht können natürlich auch Fahrer anderer E-Autos auf mittlerweile sehr ordentliche Ladeinfrastruktur zurückgreifen. Die Supercharger bleiben aber vorerst nur Teslas vorbehalten.

Unfair?

Das Tesla nun CCS nutzt kann man in nicht als unfair bezeichnen. Tesla ist schon seit Februar 2016 Mitglied der Charging Interface Initiative (CharIN e.V.), die einen einheitlichen Ladestandard, nämlich CCS, fördert. 

Auch spülen Teslas, die nun bei CCS-Schnellladestationen kostenpflichtig laden, Geld in die Taschen der Ladenetzbetreiber, und machen so weiteren Ausbau möglich. Davon haben wir dann wieder alle etwas. 

Fazit

Tesla bekommt CCS, ein guter und richtiger Schritt, der Tesla-Fahrern die maximale Auswahl an Lademöglichkeiten bietet, und den Betrieb und Ausbau von CCS-Schnellladern für Netzbetreiber rentabler macht. 

DAS WAR DER ARTIKEL ÜBER TESLA UND CCS – VIELEN DANK FÜRS LESEN!

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